31.08.2017

„Ich bin tollen Frauen begegnet“

Wenn sich an diesem Samstag die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) zu ihrem Diözesantag in Hildesheim trifft, freut sich die Vorsitzende Susanne Kaiser-Eikmeier auf viele Frauen, die sie bei ihren Besuchen in den kfd-Gruppen kennengelernt hat.

Für die Zukunft ist die kfd im Bistum Hildesheim gut
aufgestellt. Davon sind kfd-Referentin Hildegard Sanner
(links) und Diözesanvorsitzende Susanne Kaiser-Eikmeier
(rechts) fest überzeugt. | Foto: Edmund Deppe

Hildesheim. Seit November ist Susanne Kaiser-Eikmeier Diözesanvorsitzende der kfd. Für sie und den übrigen Vorstand ist es wichtig, in den kommenden Jahren alle 80 kfd-Gruppen im Bistum zu besuchen. „Wir wollen wissen, wie es in den Gemeinden, in den kfd-Gruppen vor Ort läuft, was für Themen sie interessieren, wollen miteinander ins Gespräch kommen“, sagt Kaiser-Eikmeier. Dabei geht es um eine Begegnung auf Augenhöhe. „Wir wollen den Gruppen nicht vorschreiben, was sie wie zu machen haben, sondern mit ihnen ins Gespräch kommen und über die Themen reden, die die kfd in ganz Deutschland umtreibt.“

„Und wir wollen unser Programm und die Arbeit des Verbandes vorstellen, über das Leitbild der kfd sprechen und was unser Motto bedeutet: leidenschaftlich glauben und leben“, ergänzt kfd-Referentin Hildegard Sanner.

Politik, Glaube, Familie und Beruf

Längst hat man sich in der kfd vom Image des Kaffeekränzchens verabschiedet. Politische Themen und Glaubensfragen stehen auf dem Programm, genauso wie Servicethemen rund um Familie und Beruf. „Unsere Programme haben Niveau. Wir machen Lobbyarbeit, setzen uns als größter Frauenverband Deutschlands für die Belange der Frauen in Kirche und Gesellschaft ein“, betont Kaiser-Eikmeier. „Und wir werden gehört. Sogar Bundesministerien fragen uns nach unserer Meinung zu bestimmten Frauenthemen wie die Anrechnung von Familienzeit für die Rente“, weiß Sanner.  

Bei den Besuchen erfahren die Vorstandsmitglieder vieles von der Arbeit der einzelnen Gruppen, wo etwas gut läuft, aber auch, wo der Schuh drückt. „Im Gespräch können wir Vorschläge machen, wie wir als Diözesanverband unterstützen können. Manchmal hilft schon ein kleiner Tip oder der Hinweis auf Beispiele anderer Gruppen“, erzählt Sanner.

Wichtig für den kfd-Vorstand ist auch, dass die kfd-Frauen in den Gemeinden gut vernetzt sind. „Sie tauchen in vielen Bereichen des Gemeindelebens ganz selbstverständlich auf: als Lektorinnen, Kommunionhelferinnen, Gottesdienstleiterinnen, in Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand. Und sie tragen auch als Gruppen das Leben der Gemeinden mit. Engagieren sich bei Pfarrfesten, Besuchsdiensten oder wo sonst Hilfe gebraucht wird,“ sagt Kaiser-Eikmeier und ist ein bisschen stolz auf die kfd-Frauen.

Die Gruppen  vor Ortbekommen ein Gesicht

 „Mir machen die Besuche vor Ort viel Spaß. Durch sie bekommen die Gruppen ein Gesicht oder besser viele Gesichter. Ich freue mich jedesmal, wenn ich auf Veranstaltungen Frauen wiedertreffe, die ich auf meinen Besuchen kennengelernt habe. Ich bin ganz vielen tollen Frauen begegnet. Und ich hoffe, dass sich die eine oder andere vielleicht auch einmal auf Diözesanebene engagiert.“ Die vorläufige Bilanz der Besuchsreisen, so die Diözesanvorsitzende, sieht nach nicht einmal einem Jahr ziemlich gut aus. Zehn Prozent der kfd-Gruppen im Bistum wurden bereits besucht – die übrigen Gruppen folgen in den kommenden Jahren, im Idealfall eine pro Monat.

Edmund Deppe