23.12.2011

Bischof und Generalvikar schreiben an Mitarbeitervertretung

Altenheime in Wolfsburg: "Entscheidung vor Ort"

Bischof Norbert Trelle und Generalvikar Dr. Werner Schreer haben sich in zwei Schreiben an die Mitarbeitervertretungen der katholischen Altenheime und der Sozialstation Wolfsburg gewandt. Nach dem Rückzug der Stiftung Katholische Altenhilfe aus den „Caritas Pflegediensten Wolfsburg“ herrscht Unsicherheit über die Zukunft der Einrichtungen.

Schreer und Trelle versichern in ihren Briefen, dass das Bistum weiter bereit sei, „nach einem Weg Ausschau zu halten, der den entstandenen Schaden möglichst begrenzt.“ „Ich bin erschüttert und verärgert darüber, dass die Verhandlungen über das Sanierungskonzept diese Entwicklung genommen haben“, schreibt der Bischof. Er bedauere zutiefst, dass von der Kirchengemeinde St. Christophorus und vom Caritasverband Wolfsburg gegebene Zusagen nicht eingehalten wurden.

Generalvikar Schreer beschäftigt sich in seinem Brief auch mit der Frage, ob es von Seiten der Bistumsleitung möglich ist, die vor Ort gefassten Beschlüsse zu revidieren. Dazu heißt es:
„Wir haben geprüft, ob der Bischof eine Möglichkeit hat, die Beschlüsse der Gremien zu verändern. Unabhängig von der Frage, ob ein solches Eingreifen unsererseits nach den Entwicklungen in den vergangenen Tagen noch zum Ziel führen kann, sehen wir keine rechtssichere Möglichkeit einer Korrektur. Der Caritasverband ist ein e.V., dessen Vorstand seine Beschlüsse unabhängig und autonom fasst; und auch der Kirchenvorstand ist so eigenständig, dass der Bischof einen Beschluss nur im Falle eindeutiger Unsachgemäßheit beanstanden und verändern kann. Zu beachten ist dabei auch, dass die Kirchengemeinde Körperschaft öffentlichen Rechts ist und bei der Beurteilung der Frage nach einer Eingriffsmöglichkeit des Bischofs nicht nur kirchliches, sondern auch staatliches Recht zu beachten ist.“

Matthias Bode