03.08.2016

Zweiwöchige Partnerschaftsreise nach Bolivien geht zu Ende

Bischof macht sich für Bildung stark

Ein positives Fazit zieht Bischof Norbert Trelle zum Ende seiner zweiwöchigen Reise durch das Partnerland Bolivien. Anlass der Reise war das 30-jährige Bestehen der Part­ner­schaft des Bistums Hildesheim mit der katholischen Kirche in Bolivien im kommenden Jahr.

Bewegende Momente hat Bischof Norbert Trelle bei seinem Besuch in Bolivien und den vielfältigen Begegnungen mit den Menschen erlebt. Foto: Wala
Bewegende Momente hat Bischof Norbert Trelle bei seinem Besuch in Bolivien und den vielfältigen Begegnungen mit den Menschen erlebt. Foto: Wala

Die Partnerschaft mit dem südamerikanischen Land geht nach Trelles Worten über die Zusammenarbeit in Projekten weit hinaus. „Das Verhältnis zu den bolivianischen Bischöfen empfinde ich als tiefe Freundschaft. Ich werde hier als Freund empfangen. Das bewegt mich sehr. Ich hoffe inständig, dass wir die geschwisterliche Verbundenheit zu den Menschen in Bolivien ausbauen können.“

Die Lebenssituation im Partnerland sei auch abhängig davon, wie mit der Schöpfung umgegangen werde. „Gerade hier in Bolivien werden die Folgen des von Menschen gemachten Klimawandels dramatisch sichtbar. Durch Dürren fallen Ernten aus, mit nahezu katastrophalen Folgen“, so Trelle.

Während seines Besuchs machte er sich für Kooperationen zwischen katholischen Schulen im Bistum und bolivianischen Schulen sowie Universitäten stark. Darüber sprach er nicht nur mit seinen bolivianischen Mitbrüdern, sondern auch mit dem ständigen Vertreter des deutschen Botschafters in der Hauptstadt La Paz.

Trelle sagte, es habe sehr  bewegende Momente auf der Reise gegeben wie die Gastfreundschaft, Herzlichkeit und Frömmigkeit zum Fest des Heiligen Jakobus im Wallfahrtsort Chaquí. „Ich habe schon viele Gottesdienste mit vielen Menschen gefeiert, aber das hat alles übertroffen. Die Frömmigkeit der Menschen dort hat gleichzeitig etwas Erdverbundenes wie zum Himmel Strebendes.“

Berührt habe ihn auch die Begegnung mit Kindern, die für den Lebensunterhalt ihrer Familien arbeiten müssen, oder der Gang in eine Silbermine in Potosí. „Es sind solche Begegnungen, die uns immer wieder die Augen öffnen für das, was wesentlich im Leben ist“, betonte der Bischof.

Von Rüdiger Wala

 

Im Blog zur Bolivienreise hat Rüdiger Wala täglich aus Bolivien berichtet.