10.05.2017

Bunte Bänder für Vielfalt

Vielfalt und Verbundenheit – Bänder, Blumen und Figuren setzen diesen Gedanken bei der Frauenwallfahrt des Bistums anschaulich um. Und Worte – von Franziskanerpater Heribert Arens.

Ausdruck spiritueller Vielfalt: liturgischer Tanz auf
der Frauenwallfahrt des Bistums. | Fotos: Fricke

Frauenwallfahrt des Bistums Hildesheim zum Gnadenbild „Maria in der Wiese“: Schon früh füllt sich die Wallfahrtskirche Mariae Verkündigung in Germershausen Vor allem eines zieht die Blicke der über 400 Gottesdienstbesucherinnen an – der geschmückte Altarraum mit bunten Bändern, Blumen und Figuren, den das Wallfahrtsteam vorbereitet hat. Die Dekoration unterstreicht den Leitgedanken der Wallfahrt:  „Bunte Vielfalt der Ökumene“.

Verbundenheit und Vielfalt – das stellt auch Pater Heribert Arens, Guardian des Franziskanerklosters Vierzehnheiligen, in den Mittelpunkt seiner Predigt: „Was wäre, wenn Gott uns alle gleich gemacht hätte – wäre das nicht langweilig und armselig?“ Vielfalt sei „himmlisch wie Gott“.

Pater Heribert erinnert an seinen Ordensgründer Franziskus von Assisi. Der Heilige habe sich bei seiner Orientreise im Jahr 1219 tief berührt von den Gebetsaufrufen der Muslime gezeigt. Auch im Abendland sollte es ein Zeichen geben, das alle Menschen an das Lob Gottes erinnert: Franziskus ergriff die Initiative für das Angelus-Läuten. „Vielfalt bereichert“, betont Pater Heribert – auch den eigenen Glauben.
 

Der bunt geschmückte Altarraum zieht die Blicke auf sich.

Vielfalt und Verbundenheit: Nach dem Gottesdienst nutzten viele Besucherinnen die Gelegenheit zu einer Begegnung mit Pater Heribert. Der Ordensmann war bis 2013 Guardian der Franziskaner auf dem Hülfensberg, knapp 50 Kilometer entfernt von Germershausen im Obereichsfeld gelegen.

Doch nicht nur deswegen sind die Eichsfelder an seiner neuen Wirkungsstätte, der Basilika Vierzehnheiligen in Oberfranken, bekannt. Seit Jahrzehnten sind die Untereichsfelder mit dem Wallfahrtsort bei Bad Staffelstein eng verbunden. Jährlich macht sich rund um das Fest Peter und Paul am 29. Juni eine Gruppe auf den Weg.

Das Wallfahrtsteam um Cornelia Kurth-Scharf  zieht ein positives Fazit: „Die Zahl der Teilnehmerinnen steigt wieder.“ Für die Wallfahrten im Eichsfeld wird jetzt auch in sozialen Medien geworben. Zudem wird es ein kleines Programm, eine sogenannte App geben, die, auf das Mobiltelefon geladen, viele aktuelle Informationen bereithält. Zur Großen Wallfahrt Anfang Juli ist es so weit.

Susanne Fricke