14.09.2012

Internetportal zum Dialogprozess

Der Dialog geht weiter

Der bundesweite Gesprächsprozess macht Station in Hannover, das Bistum eröffnet ein neues Internetportal und der diözesane Dialogtag wirft seine Schatten voraus: Das „Jahr des Hinhörens“ nimmt wieder Fahrt auf.

 

 

 

Die Hildesheimer Bistumsdelegation für den bundesweiten Gesprächsprozess:  Ailinie Horn, Dr. Hans-Jürgen Marcus, Propst Bernd Galluschke, Elisabeth Eicke, Angelika Löwe, Dr. Ursula Lange und Martin Wrasmann. Foto: Wala
Die Hildesheimer Bistumsdelegation für den bundesweiten Gesprächsprozess: Ailinie Horn, Dr. Hans-Jürgen Marcus, Propst Bernd Galluschke, Elisabeth Eicke, Angelika Löwe, Dr. Ursula Lange und Martin Wrasmann. Foto: Wala

Am Freitag, 14. September, ging es los: 300 Delegierte aus allen 27 Diözesen der Repub­lik kommen für zwei Tage in Hannover zusammen. Sie führen den im letzten Jahr begonnenen Gespächsprozess der deutschen Bischofskonferenz fort. Im Mittelpunkt des Treffens: der Grunddienst der Diakonia, der praktischen Nächstenliebe der Kirche.

Wie hoch die Erwartungshaltung an die Kirche ist, brachte bei einem Vortreffen der Hildesheimer Delegation Dr. Ursula Lange zum Ausdruck. Die Ärztin ist Leiterin der Straßenambulanz für Wohnungslose beim Caritasverband Hannover. „Unsere Patienten sagen immer: Die Kirche muss uns doch helfen“, fasst die 62-Jährige ihre Eindrücke zusammen.

Das zeige, wie wichtig die Caritas für die Kirche ist – und umgekehrt, hob Caritasdirektor Dr. Hans-Jürgen Marcus hervor. Ein solches Signal müsse vom Treffen in Hannover ausgehen.
Die Frage des caritativen Engagements der Kirche wird auch den weiteren Dialogprozess im Bistum Hildesheim beschäftigen. Darüber wird unter anderem beim zweiten Dialog-Tag im Bistum am Mittwoch, 3. Oktober, beraten.

Das Bistum hat jetzt auch ein neues Internetportal freigeschaltet: Unter www.dialog-prozess.de können alle Interessierten über die Themen zur Zukunft der Kirche mitdiskutieren. Dafür stehen sogenannte Foren zur Verfügung, die sich thematisch aufgliedern. Gesetzt sind die Schwerpunktthemen bezüglich der Sonntagskultur und der Präsenz von Gemeinden in einer säkularen Gesellschaft, die die erste Phase des Dialoges vor allem in den Dekanatspastoralräten bestimmt haben.

Doch auch Diskussionen über immer wieder angesprochene Themen wie Zölibat, Priesterweihe für Frauen, der Umgang mit Sexualität, wiederverheiratete Geschiedene oder der Aufruf zum Ungehorsam einer Pfarrerinitiative aus Österreich haben ihren Platz in dem neuen Internetportal.  Für jedes dieser Themen beziehungsweise Foren gibt es einen Moderator, der die geführten Diskussionen in die Planungsgruppe des Bistums einbringen wird.   

Gebündelt werden in dem Internetportal auch die Informationen über den bisherigen wie auch weiteren Verlauf des Dialogprozesses, Veröffentlichungen und Termine zu finden sein.

Rüdiger Wala/Thomas Pohlmann