23.05.2012

KirchenZeitung in der Elisabethschule

Die wunderbare Welt der Honigbiene

"Ihr seid ja schon richtige Insektenexperten“, stellt Imkerin Birthe Stolper erstaunt fest. Die Klasse 3b der Hildesheimer Elisabethschule war im Schulbiologiezentrum, um mehr über eines der ältesten und wertvollsten Haustiere des Menschen zu erfahren – die Honigbiene.

Gut geschützt durften wir ganz nah an die Bienen. Da konnten wir gut beobachten, wie es in einem Stock zugeht. Das war ein ganz spannender Einblick in die Welt der Bienen.

Gut geschützt durften wir ganz nah an die Bienen. Da
konnten wir gut beobachten, wie es in einem Stock
zugeht. Das war ein ganz spannender Einblick in die
Welt der Bienen.

In den Wochen zuvor hatten wir – 18 Jungen und Mädchen – uns bereits intensiv mit verschiedenen anderen Insektenarten beschäftigt. Im Sachunterricht informierten wir uns anhand von Büchern über  Libellen, Ameisen, Fliegen, Marienkäfer, Stechmücken und Schmetterlinge, bereiteten in Arbeitsgruppen Vorträge vor und gestalteten anschauliche Plakate für eine Insektenausstellung. Außerdem bauten wir ein Insektenhotel.

Bis zu 60 000 Bienen in einem Stock

Zur Vorbereitung auf den Besuch bei der Imkerin hatten wir schon viel Interessantes über Bienen in Erfahrung gebracht. Honigbienen gehören zu den staatenbildenden Insekten, das heißt, dass bis zu 60 000 Bienen gut organisiert zusammen in einem Bienenstock leben.

In jedem Stock gibt es drei verschiedene Bienenwesen: Arbeiterinnen, Drohnen und Königin.  Die allermeisten Bienen sind Arbeiterinnen. Sie leben etwa 60 Tage und übernehmen in dieser Zeit verschiedene Aufgaben im Bienenstock.

So ist jede Arbeiterin für einige Zeit Putzbiene, Amme für die Bienenlarven, Baumeisterin, Wächterin und Sammlerin. Pro Stock gibt es eine Königin. Sie ist den ganzen Tag damit beschäftigt Eier zu legen. Diese wurden am Anfang ihres Lebens von einigen Drohnen befruchtet.

Birthe Stolper verriet uns, dass sich Bienen gegenseitig mitteilen, in welcher Richtung eine gute Futterquelle liegt und wie weit es bis dorthin ist. Dazu krabbeln  sie auf eine ganz bestimmte Weise auf ihren Waben herum.  Diese Bewegung heißt Schwänzeltanz.  

Fremden Besuch schätzen die Bienen gar nicht. Wer dennoch versucht, in den Stock einzudringen, wird gnadenlos bereits am Eingang von den Wächterbienen verjagt. Diese erkennen am Geruch, wer tatsächlich zum Stock gehört.

Viele Obstbäume und andere Pflanzen sind  darauf angewiesen, dass ihre Blüten von den Bienen bestäubt werden. Bienen sind prima Baumeister. Mit besonderen Drüsen produzieren sie Wachs, aus dem sie dann ihre sechs­eckigen Waben bauen. Ihre besondere Form sorgt für eine gute Stabilität bei möglichst geringem Materialeinsatz.

Nur keine hektischen Bewegungen

Spannend wurde es, als wir uns echte Imkeranzüge überstreifen und ganz dicht an einen geöffneten Bienenstock herantreten durften. Jetzt konnten wir gut beobachten, wie es in einem Bienenstock zugeht.

Birthe Stolper  gab ein Rähmchen mit honiggefüllten Waben herum und wir waren überrascht, wie schwer es war. Weil sich alle an den Tipp der Imkerin hielten und keine hektischen Bewegungen ausführten, blieben die Bienen friedlich und niemand wurde gestochen.

 

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Zur Information:

Kooperationspartner des Projektes "KirchenZeitung in der Schule" ist das Institut zur Objektivierung von Lern- und Prüfungsverfahren (IZOP). Gefördert wird das Projekt durch die Deutsche Bundesstifung Umwelt. Informationen zum Projekt gibt es unter www.kiz-schule.de