16.09.2016

Mit dem Bolivientag am 24. September in Göttingen beginnt die Gebetswoche der Partnerschaft

Fast 30 Jahre – und nun?

Jeder kennt sie: Es gibt gewisse Zäsuren im Leben. Anlässe zur Zurück- und Vorausschau, was das Leben noch so bereithält. Ein Alter von 30 Jahren ist so eine Zäsur. Und die Partnerschaft des Bistums Hildesheim mit der Kirche von Bolivien erreicht im kommenden Jahr diese drei Jahrzehnte.

So erklärt sich dann auch der Leitgedanke des diesjährigen Bolivientages: „Fast 30! 29 Jahre unterwegs in der Partnerschaft“  ist er am Samstag, 24. September, überschrieben. Begangen und gefeiert wird er von 10 Uhr an in den Räumen der Pfarrei St. Michael und der Katholischen Hochschulgemeinde in Göttingen (siehe Info-Kasten).

„Vor unserem Jubiläum 2017 wollen wir uns noch mal vergewissern, wo wir stehen und wo wir noch hinwollen“, sagt Bettina Stümpel, die Vorsitzende der Bolivienkommission des Bistums.  Auch die Partnerschaft befinde sich nach 30 Jahren in einem gewissen Generationswechsel: „Aber fertig sind wir noch lange nicht – im Gegenteil“, verspricht Bettina Stümpel.

Auch für Bischof Norbert Trelle ist die Verbundenheit mit der Kirche von Bolivien ein Projekt für die Zukunft – auch und gerade nach fast 30 Jahren: „In meiner Zeit als Bischof von Hildesheim habe ich nichts anderes erlebt, das so viel Engagement freigesetzt hat wie die Bolivienpartnerschaft.“

Bolivien und die Allianz für die Schöpfung

Ein Beispiel ist die Allianz für die Schöpfung, die Bischof Trelle vor gut vier Jahren mit der bolivianischen Bischofskonferenz ausgerufen hat. In ihr verpflichtet sich das Bistum zu konsequenten Schritten, die Schöpfung zu bewahren: angefangen bei Verhaltensweisen über Klimaschutzprojekte bis hin zum politischen Engagement. Schließlich sind gerade in Bolivien die Folgen des weltweiten Klimawandels sichtbar – vom Abschmelzen der Gletscher über Dürren bis hin zu Unwetterkatastrophen.

So wird dann die Frage der Verantwortung für die Schöpfung den Bolivientag mitprägen – und zwar in ökumenischer Perspektive. Darüber wird am Vormittag unter anderem Pastor Jan Christensen, der Beauftragte der evangelischen Nordkirche für Umweltfragen, sprechen. Auch einer der Workshops am Nachmittag wird sich an einem Brückenschlag versuchen: die Schöpfungsverantwortung aus Sicht der andinen Spiritualität  und der Sorge um das gemeinsame Haus, die Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Laudo sí“ zum Ausdruck gebracht hat.

Weitere Themenangebote: Aufbau und Pflege von Schulpartnerschaften, der Dienst von Freiwilligen in der Partnerschaft (siehe auch den Fragebogen unten auf dieser Seite), die aktuelle politische Situation in Bolivien sowie Tanz und Musik des lateinamerikanischen Landes. Den Schlusspunkt setzt eine Fiesta am Abend.
Traditionell wird mit dem Bolivientag auch die gemeinsame Gebetswoche mit der Kirche von Bolivien und dem Bistum Trier eröffnet. So steht am Anfang des Bolivientags um 10.30 Uhr ein Gottesdienst in der St.-Michael-Kirche.

Rüdiger Wala

 

„Fast 30! 29 Jahre unterwegs in der Partnerschaft“ ist das Leitwort des Bolivientages 2016. Er wird am Samstag, 24. September, um 10 Uhr in den Räumen des Gemeindezentrums von St. Michael und der katholischen Hochschulgemeinde (KHG) in Göttingen eröffnet (Kurze Straße 13a). Den Tag prägen Diskussionen und Workshops, abends wird eine Fiesta gefeiert. Die Teilnahmegebühr mit allen Mahlzeiten beträgt für Einzelpersonen 10 Euro, für Familien 20 Euro.

Weiteres Infos bei der Diözesanstelle Weltkirche, Domhof 18–21, 31134 Hildesheim, Telefon: 051 21 / 307 229, E-Mail: bolivien@bistum-hildesheim oder im Internet: unter www.bistum-hildesheim.de (Menü Kirche & Gesellschaft, Stichwort Weltkirche).