11.04.2012

KirchenZeitung in der Eichendorffschule

Green goal - weniger ist mehr

MIt dem Thema Müll haben sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7G2 der Eichendorffschule (Gymnasium) in Wolfsburg beschäftigt. An einem Studientag sind sie in kleinen Gruppen losgezogen und haben Eindrücke vom Umgang mit Müll gesammelt in der Schule, in der Stadt und in der Volkswagenarena.

Wolfsburg. Freitag abend, kurz nach 22 Uhr. Fußball-Bundesliga: Gerade hat der VfL Wolfsburg gegen den Hamburger Sportverein gewonnen. 30 000 Zuschauer waren in der ausverkauften Volkswagenarena zu Gast. Zurück bleibt viel Müll.

Fundstücke nach dem Spiel: Plastikbecher, Sektflasche und zwei leere Partyfässer Bier.

Flaschen, überall Flaschen. Überwiegend Bier und Sekt. Ganz viele Pfandflaschen sind dabei. Sogar kleine Bierfässer können wir entdecken. Und große Mengen Papier, Pappe und Plastik sind auf dem Gelände rund um das Fußball-Stadion verstreut: Werbeflyer, Servietten, Becher und vieles andere mehr.

Der Müll wird in großen Container gesammelt

Was passiert mit all dem Müll? Wir haben Kristian Mallon aus der Abteilung Organisation und Stadionbetrieb des VfL Wolfsburg gefragt. Er hat sich für unser Interview Zeit genommen und uns viele Informationen über das Thema Müllentstehung und Entsorgung in der Volkswagenarena gegeben.

Kristian Mallon berichtet, dass der Müll nach dem Fußballspiel in großen Containern gesammelt wird. Die Behälter werden dann von der Abfallgesellschaft Wolfsburg abgeholt. Der Müll und dessen Entsorgung verursacht Kosten, belastet die Umwelt und beansprucht Fläche zur Abfallentsorgung.
Damit erst gar nicht viel Müll entsteht, gibt es im Stadion in Wolfsburg auch Alternativen. Beispiel dafür sind die Mehrwegbecher. Und: „Eine Bratwurst wird nicht mehr auf ein Stück Pappe gelegt, sondern gleich in ein Brötchen“, sagt Kristian Mallon. Auch dadurch wird Müll vermieden.

Müll fällt nicht nur nach Fußballspielen an

Aber nicht nur im und rund um das Stadion fällt Müll an. Abfall entsteht auch in den Büros der Volkswagenarena. Schließlich arbeiten dort über 100 Menschen. Zweimal in der Woche wird der Müll weggebracht. Aber ganz viel wird auch  getrennt, damit es wiederverwertet werden kann.

Müll nach Fußballspielen ist nicht nur ein Thema für den VfL Wolfsburg. Auch der internationale Fußballverband Fifa beschäftigt sich immer wieder damit. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen im letzten Jahr, bei der auch in Wolfsburg gespielt wurde, gab es eine Leitlinie dazu: Green Goal („grünes Fußballtor“). Vor allem sollte Abfall vermieden werden: Zum Beispiel gab es Getränke nur in einem Pfandbecher, der mehrfach benutzt werden konnte. Auch wurde auf Einweg-essgeschirr so weit wie möglich verzichtet.

Josefine, Chiara, Paula, Elvis  und Eileen

 

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Zur Information:

Kooperationspartner ist das Institut zur Objektivierung von Lern- und Prüfungsverfahren (IZOP). Gefördert wird das Projekt durch die Deutsche Bundesstifung Umwelt. Informationen zum Projekt gibt es unter www.kiz-schule.de