Klimaschutzinitiative des Bistums Hildesheim

Jede Menge Sparpotenzial

So langsam naht der Winter – und nicht nur Kirchenvorstände fragen sich, wie sich wohl die Heizkosten entwickeln werden. Lohnt zum Beispiel die Neuanschaffung einer Heizungspumpe? Dafür können jetzt auch Zuschüsse aus dem „Energiefonds“ des Bistums beantragt werden.

Energiepreise steigen, viele Heizungen in Gemeinden und Einrichtungen des Bistums sind schon ein paar Tage älter: Der neue Energiefonds des Bistums unterstützt bei Energiechecks und Investitionen. Foto: fotolia/Kzenon 

Die Summe kann sich sehen lassen: 250 000 Euro stellt das Bistum für den sogenannten „Energiefonds“ bereit.  „Wir wollen damit unsere Klimaschutzinitiative erweitern und fortführen“, erläutert Projektleiter Martin Spatz. Vor allem können vergleichsweise kleine Investitionen viel bringen und sich verhältnismäßig schnell auszahlen.

Normalerweise müssten die Gemeinden solche Maßnahmen allein  aus ihren Schlüsselüberweisungen tragen. „Wir möchten jedoch durch einen Zuschuss einen zusätzlichen Anreiz geben, damit Energie gespart wird.“, betont der Ingenieur. Vor allem, weil das nicht ein Beitrag zum Geldsparen, sondern auch zur Bewahrung der Schöpfung ist.

Energiefonds gliedert sich in fünf Schwerpunkte

Was wird nun genau gefördert? Spatz listet fünf Förderschwerpunkte auf. Der erste: ein Energiecheck für jedes Gebäude. „Viele Gemeinden wissen nicht so genau, wie viel Energie sie wo verbrauchen“, meint Spatz. Hier helfe ein Check durch einen geschulten Berater. Das Bistum vermittelt den Fachmann und unterstützt je förderfähigem Energiecheck mit 300 Euro. Der Eigenanteil der Gemeinde liegt bei 200 Euro. Dieser Energiecheck ist zudem eine Voraussetzung für andere Sparmaßnahmen – sofern die Pfarrei noch kein Energiemanagement eingeführt hat.

Förderschwerpunkt zwei: der Einbau von Wärmemengenzählern, mit denen sich der exakte Heizenergieverbrauch feststellen lässt. Auch hier gilt: Das Bistum fördert anteilig: in der Regel 40 Prozent, aber maximal 350 Euro je Wärmemengenzähler.

Der dritte Förderschwerpunkt ist der hydraulische Abgleich der Heizung. „Klingt kompliziert, meint aber etwas Naheligendes“, betont Spatz. Mit Hilfe von voreinstellbaren Thermostatventilen erhalten die Heizkörper nur die Wassermengen, die notwendig sind, um die Wohnräume mit ausreichend Wärme zu versorgen. Hier bietet das Bistum einen Zuschuss von 25 Euro pro Heizkörper an – allerdings begrenzt auf maximal 25 Stück.

Für viele Gemeinden ist nach Ansicht von Spatz der Förderschwerpunkt vier besonders interessant: der Austausch von Heizungspumpen. Gerade moderne Hocheffizienzpumpen, die sich dem tatsächlichen Bedarf an Heizenergie anpassen,  bieten für Gemeinden ein großes Sparpotenzial: „Bis zu 75 Prozent an elektrischer Energie sind drin.“ Denn veraltete Pumpen gehören zu den größten Stromverbrauchern in einem Gebäude. 30 Prozent schießt hier das Bistum dazu, unter Umständen noch mehr. Zudem können Gemeinden noch weitere Fördermittel einwerben: „Wir helfen da gerne“, verspricht Spatz.

Anträge sind ab sofort möglich

Letzter Schwerpunkt: die Optimierung der Heizanlage durch einen Fachmann: „Hier wird geprüft, eingestellt und eingewiesen“, erläutert Spatz. Auch hier teilen sich Bistum und Gemeinde wieder die Kosten.

Anträge für den Energiefonds sind ab sofort möglich. Die notwendigen Unterlagen können auf der Internetseite der Klimaschutzinitiative heruntergeladen werden. Dort sind  auch alle Informationen über Voraussetzungen und Ablauf der Förderung zu finden. Durch einen Förderrechner können Gemeinden im Vorfeld ermitteln, welche Kosten auf sie selbst zukommen.

Rüdiger Wala
 

Klimaschutzinitiative

Mit der Klimaschutzinitiative verfolgt das Bistum Hildesheim ein ehrgeiziges Ziel: Bis zum Jahr 2020 sollen mindestens 20 Prozent des heutigen Energieverbrauches eingespart werden. In zwei Schritten will das Bistum die Vorgabe umsetzen: zum einen durch das Einführen eines Energiemanagements, zum anderen gefolgt von Verbesserungsmaßnahmen für modernisierungsbedürftige Gebäude – gefördert durch den neuen Energiefonds.

Weitere Infos: Generalvikariat Hildesheim, Martin Spatz, Domhof 18–21, 31134 Hildesheim, Telefon: 05121 /307 252, E-Mail: klimaschutzinitiative@bistum-hildesheim.de oder im Internet: Klimaschutzinitiative