20.04.2012

Kartoffel-Pflanzaktion

Laura sorgt für gutes Klima

Die Aktion "Deine Knolle fürs Fest" ist gestartet: Auch Bischof Norbert Trelle hat Kartoffeln für den guten Zweck in seinem Garten gepflanzt. Die Ernte soll im Herbst verkauft und der Erlös in den "Klimafonds Bolivien" fließen. 

Bischof Norbert Trelle und Dr. Katharina Bosl von Papp, Leiterin der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Hildesheim, pflanzen Kartoffeln im Bischofsgarten. Foto: bph
Bischof Norbert Trelle und Dr. Katharina Bosl
von Papp, Leiterin der Diözesanstelle
Weltkirche im Bistum Hildesheim, pflanzen
Kartoffeln im Bischofsgarten. Foto: bph

Sie ist noch ein junges Ding, mittelgroß, zeigt sich in den Bistumsfarben rot und gelb und schmeckt ausgesprochen gut: Laura, vorwiegend festkochend. Rund drei Kilogramm Saatkartoffeln dieser erst seit 1998 zugelassenen Sorte hat Bischof Norbert Trelle in seinem Garten gepflanzt. Er unterstützt damit die Aktion „Deine Knolle fürs Fest“ im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums der Partnerschaft zwischen dem Bistum Hildesheim und der Kirche in Bolivien. Mit dem Erlös aus dem Verkaufserlös der Ernte sollen Projekte zum Schutz der Umwelt in Bolivien finanziert werden.

Wissenschaftler befürchten, dass Bolivien eines jener Länder sein wird, die in Zukunft am stärksten unter dem Klimawandel zu leiden haben. Überschwemmungen und Trockenheit, Stürme, Starkregen und Hitze wechseln sich schon jetzt in diesem südamerikanischen Land ab, das von starken landschaftlichen Gegensätzen geprägt ist. Aus Anlass seines Partnerschaftsjubiläums mit Bolivien hat das Bistum Hildesheim daher einen „Klimafonds Bolivien“ eingerichtet, der Klima- und Umweltprojekte vor Ort unterstützt. Sie sollen helfen, die Auswirkungen des Klimawandels in dem südamerikanischen Partnerland einzugrenzen.

Um diesen Topf zu füllen, bittet das Bistum Privatpersonen, aber auch Gruppen und Pfarrgemeinden, in diesen Wochen Kartoffeln zu pflanzen und zur Erntezeit im September zu verkaufen. Dr. Katharina Bosl von Papp, Leiterin der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Hildesheim, schlägt einen Solidaritätspreis von einem Euro pro Kilogramm Kartoffeln vor. Der Verkaufserlös wird auf das Sonderkonto überwiesen und das Ergebnis beim Jubiläums-Bolivientag am 29. September präsentiert. „Je mehr Menschen mitmachen, desto größer ist der Erfolg und umso eindeutiger unser Solidaritätszeichen“, sagt Bosl von Papp.

Selbstverständlich werden in diesem Jahr auch im bischöflichen Garten Kartoffeln für Bolivien blühen. Bischof Trelle hat sich für die Sorte „Laura“ entschieden, die sich durch eine rötliche Schale und ein stark gelbliches, sehr schmackhaftes Innenleben auszeichnet. „Damit alleine werden wir das Klima natürlich nicht retten können“, macht der Bischof klar, „vielmehr geht es darum, ein Zeichen zu setzen um ein Bündnis für die Schöpfung zu schließen“, erklärt der Hildesheimer Bischof.

Die Partnerschaft zwischen dem Bistum Hildesheim und der Kirche in Bolivien begann am 20. September 1987 mit einem Handschlag zwischen dem damaligen Hildesheimer Bischof Dr. Josef Homeyer und dem Vorsitzenden der bolivianischen Bischofskonferenz, Julio Kardinal Terrazas Sandoval. Das Bistum feiert dieses Vierteljahrhundert gemeinsamen Weges 2012 mit zahlreichen Aktionen, darunter dem „Klimafasten“, dem „Café Bolivia on tour“ mit fair gehandeltem Partnerschaftskaffee und einer Begegnungsreise nach Bolivien im Sommer. Auch das diesjährige Fastenhirtenwort von Bischof Norbert Trelle stand im Zeichen des Partnerschaftsjubiläums. Außerdem hat die bolivianische Bischofskonferenz im April ein Hirtenwort zur Bewahrung der Schöpfung verabschiedet. Höhepunkt des Festjahres ist eine Jubiläumsfeier am 29. September in Hildesheim. Das Bistum hat zudem seine Homepage zur Bolivienpartnerschaft größtenteils ins Spanische übersetzen lassen.

bph

 

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