06.12.2017

Angemerkt der Woche

Liebe Leserin, lieber Leser,

über 3 Milliarden Euro sind im laufenden Jahr in Deutschland schon für einen guten Zweck gespendet worden. Etwa ein Viertel der Bevölkerung spendet regelmäßig an Hilfsorganisationen. Bei Katastrophen steigt die Bereitschaft, eine Spende zu überweisen, sogar noch an.

Trotzdem scheinen Spenden für viele ein sehr sensibles Thema zu sein. Bei der Suche nach Menschen, die sich mit Namen und Foto zu ihrer Spendenbereitschaft bekennen, habe ich auch viele ablehnende Kommentare gehört. Etwa „habe die Kirche doch selbst schon genug Geld, um anderen Menschen zu helfen“. Das würde an Gebäuden und deren Ausstattung deutlich. Oder auch immer wieder der Hinweis auf die angeblich hohen Kosten der Organisationen, die es verhinderten, dass die eigene Spende überhaupt vollständig ankomme.

Tatsächlich liegt es weitgehend in der Verantwortung der Hilfsorganisationen, ihre Vertrauenswürdigkeit ständig neu unter Beweis zu stellen. Unterstützt werden sie dabei seit 25 Jahren durch das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen mit einem Spendensiegel.

Manchmal ist es noch einfacher, transparent mit Spendengeldern umzugehen, wenn nämlich aus einer Gemeindegruppe Hilfe organisiert wird. Das können eine Nachbarschaftshilfe, Patenschaften für Flüchtlinge oder eine Partnergemeinde weltweit sein, die unterstützt wird. Ganz klar: persönliche Kontakte helfen, Geld und Zeit für Hilfe zu verschenken.

Eine gute Woche wünscht Ihnen


Ihr

Johannes Broermann

Johannes Broermann ist Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in den Dekanaten Göttingen und Untereichsfeld.