07.02.2018

Angemerkt der Woche

Liebe Leserin, lieber Leser,

als was man nicht alles als „gehen“ kann: Legostein und Weintraube wurden mir gerade als Kinderkostüme zum schnellen Basteln angepriesen. Viele werden vermutlich eher klassisch als Prinzessin, Indianer und Cowboy unterwegs sein. Auch Feen scheinen hoch im Kurs.
Jahrelang trug ich als Jugendlicher selbstgenähte Kostüme, meist „recycelt“ aus den Kos­tümen der Kolping-Fußgruppe im Karnevalszug der vorhergehenden Jahre. Ratten aus Hameln und Außerirdische in Grün waren darunter. Mit den Pfadfindern nähten wir mal ganz einfach aus einem Bettlaken ein Scheichkostüm. Eine Art Turban gab’s auch dazu. Und bei strahlendem Sonnenschein hatten wir damit im Karnevalszug durch unser Dorf einen Riesenspaß. Es fehlte nur ein echtes Kamel.

Doch einmal, da wollte ich es wissen. Da wollte ich endlich mal in den Kölner Karneval „eintauchen“ oder besser „einfliegen“ und lieh mir ein Marienkäferkostüm. Mit schwarzen Punkten auf viel Plüsch in Rot und lustigen Fühlern über einem Haarreif.

Was ich irgendwie nicht bedacht hatte, das waren die Witterungsverhältnisse: für Marienkäfer ist es Anfang Februar einfach zu kalt, selbst wenn es nur ein Kostüm ist. Die Folge war eine Erkältung, die mich noch am Rosenmontag ins Bett fegte. „Spaß an der Freud“ hatte ich trotzdem gehabt, und darum geht es ja.

Helau und Alaaf! Oder – für die Hildesheimer – Pott Heißa! auf die fünfte Jahreszeit und ihre Narren.

Eine gute Woche wünscht Ihnen

Ihr

Johannes Broermann

Johannes Broermann ist Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in den Dekanaten Göttingen und Untereichsfeld.