11.04.2018

Angemerkt der Woche

Liebe Leserin, lieber Leser,

viele von Ihnen erinnern sich sicher noch an Bischof Heinrich Maria Janssen. In seiner Amtszeit wurden mehr als 300 Kirchen im Bistum Hildesheim gebaut, er ging als der Seelsorge-Bischof in die Geschichte ein.

Mit dem Namen Josef Homeyer bleibt die Aussöhnung der Völker, ein geeintes Europa, aber auch sein großes sozialpolitisches Engagement verbunden. Mystik und Politik gehörten für ihn untrennbar zusammen.

Der Einsatz für Migranten, das 1200-jährige  Bistumsjubiläum und die Domsanierung – diese Stichworte fallen mir spontan zu Bischof Norbert Trelle ein. Und ganz sicher seine freundliche und verbindliche Art. Erst vor einem guten halben Jahr ist er in den Ruhestand getreten.

Nun also Heiner Wilmer.  Den hatte wohl niemand auf dem Zettel, der über den kommenden Bischof von Hildesheim spekulierte. Ein Ordens­oberer mit Wurzeln auf einem Bauernhof und internationalen Kontakten. Noch dazu ein Mann mit Erfahrungen als Lehrer und Schulleiter.

Ich hatte Gelegenheit, kurz nach seiner Ernennung mit ihm zu telefonieren und ein erstes Interview mit ihm zu führen. Mein erster Eindruck: Dieser Mann ist von großer Herzlichkeit und spiritueller Tiefe, dabei weiß er, was er will und hat klare Linien.

Wie seine Vorgänger wird Bischof Wilmer eigene Schwerpunkte setzen, und wir dürfen gespannt sein, in welche Richtung das geht. Einige Themen benennt er in dem Interview bereits. Mit Ankündigungen über mögliche Veränderungen hält er sich aber noch zurück. Zunächst wolle er einmal zuhören, versichert er. Bestimmt ein guter Weg.

Wir dürfen uns auf unseren neuen Bischof freuen und ihn herzlich in unserem Bistum willkommen heißen. Auch er freut sich auf uns! Beten wir für ihn und ein gutes Gelingen!

Ihr Matthias Bode
Redaktionsleiter