11.10.2017

Neubau für 60 Millionen Euro

Das Hildesheimer St. Bernward Krankenhaus will investieren. Die Idee: Ein Eltern-Kind-Zentrum, in der Kinder- und Frauenklinik sowie ergänzende Fachbereiche untergebracht sind. An den Kosten will sich auch das Land beteiligen.

„Wir wollen im Bereich Eltern-Kind weiter investieren”,
sagt BK-Geschäftsführer Stefan Fischer. | Foto: Edmund Deppe

Hildesheim. 665 Millionen Euro will die rot-grüne Landesregierung in den kommenden Jahren in Niedersachsens Krankenhäuser investieren. Das ist nur ein Teil des aufgelegten Investionsprogramms. Mit insgesamt 1,3 Milliarden Euro soll bis 2020 der Investitionsstau im Land abgebaut werden.

Im Hildesheimer St. Bernward Krankenhaus (BK) hat man vermutlich gedacht es sei bereits Nikolaus, als der SPD-Landtagsabgeordnete Bernd Lynack mitteilte, dass auch die Hildesheimer  Krankenhäuser von diesem Investitionsprogramm profitieren sollen. „Fast 50 Millionen Euro werden in die gesundheitliche Förderung in Hildesheim investiert”, versprach Lynack. 5,5 Millionen bekommen die AMEOS-Kliniken für eine neue psychosomatische Klinik und 44,3 Millionen Euro sind für das Eltern-Kind-Zentrum des BK eingeplant.

„Über diese Zusage haben wir uns natürlich sehr gefreut”, sagt BK-Geschäftsführer Stefan Fischer. „Schon lange ist es unsere Absicht, den Bereich Eltern-Kind weiter auzubauen.” Doch bis zum Bau des Zentrums dürfte noch einige Zeit vergehen. „Bis wir in die konkrete Planung einsteigen können, sind noch etliche Formalien zu klären", betont Fischer.

Klar ist jedoch, dass sich die Optik des katholischen Krankenhauses verändern dürfte, denn für die Bebauung stehe eigentlich nur der Bereich zwischen Kapelle, Notaufnahme, Haupteingang und dem bisherigen Verwaltungstrakt zur Verfügung. „Das derzeitige Verwaltungsgebäude wird dem Neubau weichen müssen. Nach Fertigstellung werden wir dann ganz beziehungsweise teilweise die Kinderklinik und die Frauenklinik abreißen”, sagt Fischer.

Untätig ist das BK aber auch zur Zeit nicht. Für rund 20 Millionen Euro werden gerade die Bettenhäuser auf den neuesten Stand gebracht. Und diese Summe bezahlt das BK allein.

Lesen Sie aauch: Das BK ist dem landesweiten „Netzwerk ProBeweis” beigetreten.

Edmund Deppe