15.05.2012

KirchenZeitung in der St.-Martinus-Schule

Ziegel unterm Dach als Bett

Mit dem Naturschutzgebiet „Lange Dreisch und Osterberg“ in Hildesheim haben sich die 18 Kinder der Klasse 4 von der St.-Martinus-Schule Himmelsthür beschäftigt. Ihre Erlebnisse in dem Gebiet haben sie in einem selbst gemachten Sachunterrichtsbuch festgehalten. 

 14 verschiedene Arten von Fledermäusen sind im Gebiet rund um den Osterberg bekannt.
Ein bisschen gruselig sieht sie schon aus, auch wenn sie ausgestopft ist: 14 verschiedene Arten von Fledermäusen sind im Gebiet rund um den Osterberg bekannt.

Vor 200 Millionen Jahren wäre es ein Ausflug ans Meer gewesen. Heute ist es ein Spaziergang in einem Naturschutzgebiet. Dort sollen jetzt ganz besondere „Bewohner“ angesiedelt werden.
 
Das Naturschutzgebiet „Lange Dreisch und Osterberg“ liegt in Himmelsthür im Norden von Hildesheim. Es ist 245 Hektar groß, etwa 240 Fußballfelder. Das Gebiet hat eine spannende Geschichte. Denn zu Zeiten der frühen Dinosaurier war hier alles mit Wasser bedeckt. Der Osterberg war ein Meer. Es gibt sogar noch einen Bewoher aus dieser Zeit – den Urzeitkrebs.

Zurück zur Gegenwart: Wir sind mit Guido Madsack (Untere Naturschutzbehörde Hildesheim) und Manfred Bögershausen (Ornithologischer Verein Hildesheim) zu den ehemaligen Bunkern der Bundeswehr gegangen. Es sind aber keine Munitionsbunker mehr, sondern die neuen Winterquartiere für Fledermäuse, beispielsweise für das Große Mausohr. Mit einer Flügelspannweite von etwa 40 Zentimetern ist es die größte Fledermausart Deutschlands.

Im Bunker ist es unheimlich und nasskalt

Die Winterquartiere wurden vom Ornithologischen Verein Hildesheim in den Bunkern eingerichtet. Manfred Bögershausen erklärte uns, dass es sogar mehr als 10 Jahre dauern kann, bis die Fledermäuse bemerkt haben, dass sich die Bunker im Naturschutzgebiet „Lange Dreisch und Osterberg“ hervorragend als Winterquartier eignen.

Einige Kinder fanden es im Bunker dunkel, unheimlich und ein wenig nasskalt. Wir haben erfahren, dass Fledermäuse eine gewisse Feuchtigkeit brauchen, damit ihre Flügel nicht austrocknen.

Über 1000 Insektenarten gibt es auf dem Osterberg

Guido Madsack berichtet, dass in diesem Gebiet schon 14 verschiedene Fledermausarten bekannt sind. Wussten Sie schon, dass es in diesem Naturschutzgebiet über 1000 Insektenarten gibt? Deshalb können sich die Fledermäuse gut ernähren. Wir hoffen, dass sie bald in ihr neues Zuhause einziehen.

Paula, Juliana, Luc, Lena, Helena

 

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Zur Information:

Kooperationspartner des Projektes "KirchenZeitung in der Schule" ist das Institut zur Objektivierung von Lern- und Prüfungsverfahren (IZOP). Gefördert wird das Projekt durch die Deutsche Bundesstifung Umwelt. Informationen zum Projekt gibt es unter www.kiz-schule.de