10.02.2018

Für die katholische Kirche ist Dr. Jessica Griese von der Hauptabteilung Bildung dabei.

Kirche präsentiert sich auf der didacta

Vom 20. bis 24. Februar ist die Bildungsmesse didacta zu Gast auf dem Messegelände in Hannover. In diesem Jahr steht sie unter dem Motto „Mittendrin: Zusammenleben gestalten – Teilhabe fördern – Hoffnung leben“. Auch die Kirchen sind mit einem gemeinsamen Stand vertreten. Für die katholische Kirche dabei ist Dr. Jessica Griese von der Hauptabteilung Bildung des Bistums Hildesheim.

Immer wieder ein Renner auf der didacta: biblische
Geschichten anschaulich machen – zum Beispiel
mit Egli-Figuren. | Foto: Archiv

Welchen Stellenwert hat die didacta für die Kirche und die Religionslehrkräfte?

Die didacta in Hannover zählt als der Bildungsgipfel im Flachland. Für die Kirchen bietet sie die Möglichkeit, sich aktiv in den Dialog über Bildung und Religion einzubringen.
Als Sonderschau „Kirche auf der Bildungsmesse“ präsentieren sich katholische und evangelische Kirche gemeinsam in ökumenischer Verantwortung. Für die katholische Kirche kooperiert das Bistum Hildesheim mit den Bistümern Osnabrück, Fulda und Magdeburg, mit den Erzbistümern Hamburg und Berlin sowie dem Bischöflich Münsterschen Offizialat Vechta.

Wie sieht das Programm am Stand der Kirchen aus?

Das Programm am Stand bietet Vorträge und praxisbezogene Veranstaltungen mit Expertinnen und Experten aus Kirche, Schule und Gesellschaft, in denen Religionslehrkräfte Anregungen für ihren Unterricht und Schulalltag bekommen. Auf 100 m2 Fläche werden individuelle Fachberatung, Medienberatung und Online-Lernen durchgeführt. Das Kirchencafe lädt zum networking, Austausch und Verweilen ein. Diese gebotene Vielfalt in kürzester Zeit und so komprimiert zu erleben, also „mittendrin“ zu sein; dafür steht der Stand „Kirche auf der Bildungsmesse“.

Welche Beratungsangebote gibt es für die Religionslehrkräfte? Worüber kann man sich informieren?

Die Fachberatungen am Stand zielen beispielsweise auf die Fragen der Religionslehrkräfte zum konfessionellen und konfessionell-kooperativen Religionsunterricht, zu Fragen zum Erwerb der Missio canonica beziehungsweise der Vokation – also den Beauftragungen der Kirchen zur Erteilung des Religionsunterrichts –, zu Kooperationsprojekten in der Schulpastoral, zum Umgang mit Tod und Trauer im Schulall­tag und natürlich rund um den Religionsunterricht.

Wie sieht das mit Weiterbildungs­angeboten, neuen Medien und Berufsperspektiven aus?

Die unterschiedlichen Schulabteilungen und religionspädagogischen Institute stellen ihre Arbeitshilfen und Fort- und Weiterbildungsangebote vor. Das Bistum Hildesheim wirbt unter anderem für die neue App „Reli-Quiz“.

Auch die Schulen in kirchlicher Trägerschaft präsentieren sich am Donnerstag und Freitag am Stand. Ihr Angebot richtet sich an Lehrkräfte, die Interesse haben an einer Schule in kirchlicher Trägerschaft zu arbeiten.  

 

Dr. Jessica Griese ist für das Bistum Hildesheim Ansprech-
partnerin auf dem didacta-Stand der Kirchen. | Foto: Deppe

Mit welchen Schwerpunkten befasst sich der Stand der Kirchen in diesem Jahr?

Wir bieten in diesem Jahr Schwerpunkte zu den Themen kooperativer Religionsunterricht, Integration und Teilhabe, Digitalisierung und Medienbildung, Friedensarbeit in der Schule, Schulseelsorge und Schulen in kirchlicher Trägerschaft. Nicht zuletzt schwingt bei allen Themen immer auch das Nachdenken über einen verantwortungsvollen Umgang miteinander und um Möglichkeiten und Grenzen aus religionspädagogischer Perspektive mit. Dieses wird besonders deutlich in unserem Beitrag für das Forum „didacta Aktuell“ unter dem Titel „Gnadenlos gut. Projekt Selbstoptimierung“.

Welche Trends lassen sich im, beziehungsweise für den Reli-Unterricht erkennen?

Digitalisierung in allen Bereichen ist schon das bestimmende Thema der didacta 2018. Dem tragen auch wir an unserem Stand Rechnung. Digitale Kommunikation und der Umgang mit digitalen Medien werden in der Medien- und Onlineberatung erkennbar. Unser Standprogramm am Samstag ist diesem Thema gewidmet. Es geht um einen verantwortungsvollen Umgang, um Chancen und Grenzen, die es beim Thema Digitalisierung zu bedenken gilt.

Interview: Edmund Deppe